Neue Gentechnik: Kennzeichnung, Wahlfreiheit und Ernährungssicherheit auf dem Prüfstand

Am 7. Mai diskutierten im Haus „Erlebnis Europa“ in Wien zahlreiche Gäste über die geplante EU-Verordnung zur Neuen Gentechnik und ihre Auswirkungen auf Kennzeichnung, Wahlfreiheit und Lebensmittel „Ohne Gentechnik“. Die angeregte Debatte wurde gemeinsam mit den Europaabgeordneten Günther Sidl (SPÖ/S&D) und Thomas Waitz (Grüne/EFA) sowie der Arbeiterkammer Wien, Bio Austria und der ARGE Gentechnik-frei organisiert.

Nachdem der Abgeordnete Sidl kurzfristig aus persönlichen Gründen absagen musste, führte Iris Strutzmann (Arbeiterkammer) durch einen spannenden Abend mit dem Abgeordneten Waitz und Dr. Dietmar Vybiral vom österreichischen Sozialministerium. Der zusätzliche Raum für Publikumsfragen sorgte für besonders intensiven und engagierten Austausch zu den aktuellen Entwicklungen rund um die geplante Deregulierung der Neuen Gentechnik in der EU.

In der Diskussion wurde die Bedeutung der biologischen und der Gentechnik-freien Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion in Österreich hervorgehoben. Einig war man sich, dass die Deregulierung des Rechtsrahmens das Arbeiten dieser auch ökonomisch erfolgreichen Bereiche erschweren wird, dass aber auch eine Chance darin begründet ist. Denn: Wer künftig gentechnisch veränderte Pflanzen und Produkte sicher ausschließen will, findet diese in Zukunft ausschließlich bei Lebensmitteln, die das grüne „Ohne Gentechnik hergestellt“-Qualitätszeichen oder ein Bio-Siegel führen.

Fotos: Copyright Susanne Einzinger