Europäische Entwicklungen

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  • Österreich war und ist Vorreiter: Bereits im April 1998 wurde – unter wesentlicher Beteiligung der ARGE Gentechnik-frei – die „Richtlinie zur Definition der „Gentechnik-freien Produktion“ von Lebensmitteln und deren Kennzeichnung“ im Österreichischen Lebensmittel-Codex veröffentlicht. Der Leitfaden zur risikobasierten Kontrolle auf Gentechnikfreiheit regelt die Details der Kontrollen.
  • In Deutschland ist im Mai 2008 das EG-Gentechnik-Durchführungsgesetz (EGGenTDurchfG) in Kraft getreten. Dieses ist Grundlage für die Verwendung des Zeichens „Ohne Gentechnik“, das vom VLOG e.V. vergeben wird. Voraussetzung ist eine Zertifizierung nach VLOG-Standard oder nach einem vom VLOG als gleichwertig anerkannten Standard durch eine unabhängige Zertifizierungsstelle.
  • Der Non-GM Danube Region Standard ist der bislang einzige Regionalstandard und liefert die Basis für die Kennzeichnung „Ohne GMO hergestellt“ in Ost- und Südosteuropa.
  • Weitere „Ohne Gentechnik“-Standards in unterschiedlicher Ausfertigung gibt es in Frankreich, Italien, Slowenien, Bosnien-Herzegowina, Kroatien Slowenien, Ungarn, Tschechien, Polen und in der Schweiz. Auch in den USA ist das „Non-GMO Project“ sehr erfolgreich unterwegs.
©VLOG e.V. 
Harmonisierung

Mehr und mehr europäische Staaten haben in den letzten Jahren eigene nationale Gentechnik-frei Kennzeichnungssysteme verabschiedet. Herstellung und Vermarktung Gentechnik-freier Produkte bedienen immer stärker den gesamteuropäischen Markt. Angesichts der rasant wachsenden Marktrelevanz Gentechnik-freier Produkte in Europa ist daher ein gemeinsamer europäischer Zugang bei der Gentechnik-frei Kennzeichnung dringend notwendig. Gegenseitige Anerkennung bzw. Vergleichbarkeit der bestehenden Standards sowie eine Harmonisierung der nationalen Standards sind eine der wesentlichen Herausforderungen für die nächsten Jahre.