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Gentechnik-freie Produktion: Verpflichtend in der öffentlichen Beschaffung!

Am 23. Juni 2021 hat die österreichische Bundesregierung den Aktionsplan „Nationale Beschaffung“ vorgestellt. Neben einem breiten Maßnahmenbündel für klimafreundliche und nachhaltige Beschaffung durch die Öffentliche Hand schreibt der Aktionsplan, der von Umweltministerin Leonore Gewessler, Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger, Justizministerin Alma Zadic und Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck gemeinsam präsentiert wurde, auch die verpflichtende Gentechnik-freie Fütterung für tierische Lebensmittel fest.

Bei Milch, Milchprodukten, Eiern, Geflügelfleisch und allen verarbeiteten Produkten aus Geflügelfleisch gilt Gentechnik-freie Fütterung ab sofort als verpflichtendes Qualitätskriterium.Bei Rinds-, Kalbs- und Schweinefleisch bzw. daraus verarbeiteten Produkten wurde ein ambitionierter Stufenplan festgelegt: Ab sofort müssen mindestens 5% des Produktvolumens aus Gentechnik-freier Fütterung stammen; ab 2023 sind mindestens 40% vorgesehen, und ab 2025 muss sämtliches Rinds-, Kalbs- und Schweinefleisch zu 100% aus Gentechnik-freier Fütterung stammen. Der Nachweis muss durch Vorlage einer entsprechenden Zertifizierung geführt werden. Die Auslobung mit dem Kontrollzeichen „Ohne Gentechnik hergestellt“ wird durch eine Zertifizierung von Kontrollstellen belegt und gilt damit formell als entsprechender Nachweis.

Die ARGE Gentechnik-frei sieht die verpflichtende Gentechnik-freie Produktion in der öffentlichen Beschaffung als starkes Signal für die österreichische Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion. Damit wird der europaweit führenden Rolle Österreichs bei Gentechnik-freien Lebensmitteln Rechnung getragen. Außerdem ist die Gentechnik-freie Produktion in vielen Produktionsbereichen zum wesentlichen Qualitätsstandard für österreichische Lebensmittel geworden – dies ist ganz im Sinne der österreichischen Konsumentinnen und Konsumenten und stellt auch im europäischen Exportmarkt ein immer stärker gefragtes Kriterium dar.