Einseitiges EU-Konsultationsverfahren zur Neuen Gentechnik

Einseitiges EU-Konsultationsverfahren zur Neuen Gentechnik

Die EU-Kommission hat die öffentliche Konsultation (Impact Assessment) zur künftigen Gentechnik-Regulierung gestartet. Bis zum 22. Juli 2022 können sich Unternehmen, Stakeholder und Einzelpersonen an der öffentlichen Konsultation zu den „Rechtsvorschriften für Pflanzen, die mit bestimmten Neuen Genomischen Techniken (NGTs) erzeugt wurden“ beteiligen. Die Texte, Fragen und Antwortmöglichkeiten sind allerdings sehr einseitig gefärbt und lassen nur den Schluss zu, dass das Ziel der EU-Kommission eine weitgehende Deregulierung, also eine Aufweichung der bestehenden, bewährten EU-Gesetze für Gentechnik in Landwirtschaft und Lebensmitteln ist. Eine aktive Teilnahme der Unternehmen aus der „Ohne Gentechnik“-Wirtschaft am Konsultationsverfahren ist daher besonders wichtig!

Änderung der Codex-Richtlinie: Kontrollstellen-Wechsel neu geregelt

Änderung der Codex-Richtlinie: Kontrollstellen-Wechsel neu geregelt

Die „Codex-Richtlinie zur Definition der ‚Gentechnik-freien Produktion‘ von Lebensmitteln und deren Kennzeichnung“ wird derzeit in einem mehrstufigen Prozess aktualisiert und überarbeitet. Im ersten Schritt wurden klare Regeln für den Fall des Wechsels der Kontrollstelle definiert. Auch die Zuständigkeit für die inhaltliche Weiterentwicklung durch die “Arbeitsgruppe Gentechnikfreie Produktion“ wurde präzisiert. Im nächsten Schritt stehen eine Evaluierung der Umstellungszeiten und eine Möglichkeit zur Anerkennung nicht-österreichischer Standards als gleichwertig an.

Studie: Gentechnik-freie Produktion wichtiger Faktor bei Lebensmitteleinkauf

Studie: Gentechnik-freie Produktion wichtiger Faktor bei Lebensmitteleinkauf

25 Jahre nach dem erfolgreichen Gentechnik-Volksbegehren (April 1997) bzw. der Gründung der ARGE Gentechnik-frei (Juni 1997), erfreuen sich Gentechnik-freie Lebensmittel und landwirtschaftliche Produkte größter Beliebt­heit bei Österreichs Konsument:innen: Die Produktion ohne Gentechnik ist eines der wichtigsten Kaufmotive bei Lebensmitteln; das grüne Gütesiegel „Ohne Gentechnik hergestellt“ weist absolute Spitzenwerte bei Bekanntheit…

21. Juni in Wien:Expertenkonferenz zur neuen Gentechnik

21. Juni in Wien:
Expertenkonferenz zur neuen Gentechnik

Am 21. Juni laden das Gesundheits- und das Umweltministerium in Kooperation mit der ARGE Gentechnik-frei zur Expertenkonferenz „Expert Event on New Genomic Techniques – Regulation, Risk Assessment, Sustainability and Challenges for the Food Chain. Das Impact Assessment der EU Kommission liegt vor – nun beleuchten Expert:innen und Wirtschaftstreibende aus ganz Europa die dringende Notwendigkeit, auch für die Verfahren der Neuen Gentechnik (Crispr/CAS, Talen, ODM etc.) strenge und nachvollziehbare Zulassungsverfahren zu gewährleisten – mit Risikoabschätzung, Rückverfolgbarkeit und Kennzeichnung als unverrückbare Elemente der Qualitätssicherung.